FAQ

Nein, die MRT ist ein absolut strahlungsfreies Verfahren. Die Bilder werden erzeugt, indem der Patient in einem starken Magnetfeld liegt, sich also alle seine Atome in eine Richtung ausrichten und anschließend mit genau berechneten elektromagnetischen Anregungen jeweils einzelne kleine Anteile des Körpervolumens kurzzeitig in andere Richtungen orientieren. Nach Abschaltung des Impulses kehren diese Anteile sehr schnell wieder in den Ursprungszustand zurück. Wie schnell dieser Vorgang vonstatten geht, ist abhängig von der Beschaffenheit des untersuchten Gewebes und kann gemessen werden, so dass hieraus Bilder berechnet werden können, die die Zusammensetzung und den Zustand des Gewebes darstellen. Die MRT ist eine sehr sichere und für den Körper unbelastende Methode.

Ein Kontrastmittel ist immer dann notwendig, wenn sehr ähnliche Körpergewebe (z. B. Muskeln und Blutgefäße) voneinander abgetrennt werden müssen. Es ist ebenfalls hilfreich, wenn es darum geht, Tumoren oder Entzündungsherde zu untersuchen. Hier kann es wesentliche Zusatzinformationen liefern, da sich Kontrastmittel in krankem Gewebe häufig anders verhält als im umgebenden gesunden Gewebe. Bei der Gefäßuntersuchung mittels MRT (MR-Angiographie) dient das Kontrastmittel dazu, die Gefäße allein abzubilden.

Das MRT-Kontrastmittel ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Fast 100 % der Patienten hat nach Gabe von MRT-Konstrastmitteln überhaupt keine Nebenwirkungen. Nur in extrem seltenen Fällen kann es zu allergischen Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Meist handelt es sich dabei nur um eine allergische Rötung der Haut, die nach Gabe eines schnell wirkenden Gegenmittels sofort wieder verschwindet. Da das Kontrastmittel kein Jod enthält, ist seine Anwendung auch bei Patienten mit Allergien gegen jodhaltiges Röntgenkontrastmittel problemlos möglich. Innerhalb weniger Stunden scheidet der Körper es mit dem Urin wieder vollständig aus.

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist die MRT in der Schwangerschaft unbedenklich. Durch die entstehenden lauten Geräusche während der Untersuchung kann das Kind jedoch ggf. erwachen (die Mutter trägt einen Hörschutz). Da über eventuelle Hörschäden des Kindes, die durch eine Untersuchung während der Schwangerschaft entstehen, noch keine wissenschaftlichen Studien vorliegen, sollte eine MRT-Untersuchung bei schwangeren Frauen genau abgewogen werden. Mus bei akut schwerwiegenden Erkrankungen der werdenden Mutter eine bildgebende Diagnostik erfolgen, ist die MRT jedoch in jedem Falle einer Röntgenuntersuchung vorzuziehen.

Gegen eine Kernspinuntersuchung bei Kindern bestehen keine medizinischen Bedenken. Kleinkinder ab etwa 3 Jahren machen erfahrungsgemäß eifrig und neugierig mit, wenn Mutter oder Vater dabei sind. Säuglinge können in aller Regel nur in Kurznarkose untersucht werden, da sie nicht ruhig liegen bleiben.

Ja. Metalllegierungen in Gelenkprothesen, Knochenplatten oder –schrauben führen in der Regel nur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu Bildstörungen. Gefahren für den untersuchten Patienten gehen von solchen Implantaten nicht aus. Dies gilt auch für metallische Zahnfüllungen bzw. Inlays. Auch Träger von künstlichen Herzklappen können sich normalerweise gefahrlos einer MRT-Untersuchung unterziehen.

Bei Patienten mit älteren Generationen von Herzschrittmachern muss auf eine MRT-Untersuchung verzichtet werden. Das Elektrodenkabel kann sich im Magnetfeld erhitzen und das Gewebe schädigen. Es gibt mittlerweile jedoch MRT-taugliche Schrittmacher. Bitte sprechen Sie unbedingt zuvor mit Ihrem Kardiologen, ob eine MRT-Untersuchung möglich ist. Herzklappenprothesen, Gefäßclips und Gefäßstents stellen hingegen in aller Regel kein Problem dar. Bitte informieren Sie uns jedoch vor der Untersuchung über evtl. Prothesen sowie über mögliche Metallteile oder –splitter im Körper, damit wir individuell abwägen können, ob eine Untersuchung problemlos möglich ist. Sie erhalten dazu vorab einen genauen Fragenbogen, den wir mit Ihnen durchsprechen.